Was zum Teufel sind Tiers???

-Ode an die Sprengung der Ketten der Ranglisten
Hallo beisammen,
Ich weiß eigentlich machen wir ja einen Podcast um euch Wissen über Fantasy Basketball zu vermitteln, aber da zum einen meine Stimme aufgrund des wunderbar milden süddeutschen Klimas nicht ganz auf dem sonst üblichen “Synchronsprecher von George Clooney“ – Format ist und vielleicht nicht jeder von euch immer Zeit hat sich eine Stunde Zeit zu nehmen während wir über Fantasy Basketball philosophieren, habe ich mich entschlossen euch kurz und knackig zu erklären, was es bedeutet wenn wir von einer “Tier“ sprechen und warum wir das tun. Tier für alle Englisch-Legastheniker unter euch heißt auf Deutsch Schicht, Stufe oder Ebene (sagte er, nachdem er auf leo.dict selber nachlas). Demnach stufen wir also die Spieler auf unterschiedlichen Ebenen entsprechend ihres Fantasy-Wertes ein. Nun ja, aber wieso verprassen wir unsere wertvolle Zeit für sowas, wenn Yahoo und ESPN doch sowieso Ranglisten der Spieler bereitstellen? Konzentrieren wir uns bei dieser Frage lieber auf den Ranglisten-Teil, anstatt auf die Analyse des Wertes unserer Zeit. Also zunächst einmal sind diese Ranglisten meist relativer Bullsh**t (Jeremy Lin Rang 93 auf Yahoo^^) und des Weiteren betrachten diese Listen Null den Fakt, dass es beim Draft darum geht ein Team zu bauen, was einen im bestmöglichen Fall den Sieg beschert. Vor allem bei den sogenannten Head-2- Head Ligen führen meist Punt-Strategien zum erhofften Erfolg. Falls bei dem Satz jetzt ein lautes Bahnhof in deinen Ohren erschallte, empfehle ich den Podcast anzuhören wo wir über Punt Strategien reden und erläutern welche Spielstile es gibt. Ansonsten hier ganz kurz: “Punten“ ist das bewusste ignorieren von einer oder mehrerer Kategorien, um dadurch mehr Platz zum Stärken der nicht-gepunteten Kategorien mit passenden Spielern zu haben (Bsp. Andre Drummond FT%). Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Es geht darum die passenden Spieler für sein Team zu finden und nicht den, mit der an der Stelle im Draft niedrigsten Ranglistennummer. Passen müssen bei dem Spieler dann 2 Dinge: Die Position, auf der man ihn benutzen darf und die Kategorien, die er stärkt. Und um dann an der richtigen Stelle im Draft zu wissen, wen man den nun in sein Team holen sollte sortieren wir die Spieler zunächst nach der Position und danach gruppieren wir Profis mit in unserer Meinung ähnlichen Leistungsniveaus. So erkennt man beispielsweise, dass falls man diese Saison einen starken Point Guard braucht, sollte man sich in der 2ten Runde darum bemühen. Wohingegen die Shooting Guard Position auch relativ spät noch akzeptable Optionen bietet. Diese Art der Darstellung vereinfacht somit eklatant die Weitsicht während eines Drafts. Außerdem hilft es einem deutlicher zu begreifen, dass man auch Spieler weit vor ihrem eigentlichen Rang ziehen sollte, falls sie in die Team-Strategie passen. Vor allem in den mittleren Runden ist das Leistungsniveau sehr ähnlich, auch wenn Spieler stellenweise 30 Listenplätze auseinander liegen. Betrachtet man hingegen die Tiers und sieht, dass diese 2 Spieler dort beide in Tier 4 gelistet sind, der eine aber so gar nicht ins Team passt, obwohl er der laut Rangliste bessere ist, fällt die Entscheidung um einiges leichter. Man kann die Tiers also als eine Art der mentalen Befreiung der fesselnden Ranglisten sehen.
Also genug des Gelabers.

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