Was zum Teufel ist punten???

-Ode an DeAndre Jordan der mich durch die schwersten Zeiten begleitet hat.

Nach ungefähr der 10ten Tasse Vanilla Rooisbos Tee von den London Tea Makers (Schleichwerbung, aber der ist einfach genial), muss ich mir wohl eingestehen, dass meine Erkältung heute nicht viel besser werden wird. Naja, bleibt zumindest mehr Zeit euch die Feinheiten des Fantasy Spielens darzulegen. Heute werd ich mir das sogenannte “punten“ vorknöpfen. Zunächst ein bisschen Sprachkunde: to punt heißt so viel wie etwas abstoßen oder ausweichen. Zumindest in diesem Zusammenhang (Es gibt wohl noch den Begriff to punt a boat, was so viel heißt wie das deutsche Wort staken. Wobei meine Segelbootkenntnisse scheinbar zu gering ausgeprägt sind, um dieses Wort jemals zuvor gehört zu haben). Also bleiben wir beim Abstoßen und den damit einhergehenden Vorgang im Fantasy Bereich. Es handelt sich um eine Strategie des Teabuildings, die vor allem in Head-2- Head Ligen angewandt wird (wer keine Ahnung hat von was für Ligen ich rede, den verweise ich auf unseren Einführung in Fantasy Basketball Podcast). Für alle anderen Besserwissenden ihr wisst bereits, dass bei diesem Spielstil auf wöchentlicher Basis gegen einen Ligakonkurrenten in 9 Kategorien einen Sieger ausgespielt wird. Diese Kategorien sind zwar frei wählbar, aber die gängigsten sind die folgenden:

FG%, FT%, 3er, Punkte, Rebounds, Assists, Steals, Blocks, Turnover

1,2,3,…ok sind 9. Dann kann ich fortfahren. Das Ziel ist logischerweise mehr Kategorien als der Gegner zu gewinnen, was bedeutet mindestens 5. Ja vielleicht wollen ein paar von euch euren besten Kumpel lieber demütigen und ihm eine 9:0 Klatsche bescheren um euch für die letzte 2k17 Niederlage zu revanchieren. Leider leben wir in einer Welt, wo dieser Idealfall nur selten eintritt und so solltet ihr euch darauf konzentrieren eine Taktik zu wählen, womit ihr die gesamte Liga gewinnt und ihr es ihm die gesamte Offseason unter die Nase reiben könnt. In meinen Augen und auch fast allen anderen erfolgreichen Fantasy NBA Spielern ist diese Taktik das eben angesprochen punten, dass im Allgemeinen bedeutet, dass ihr eine oder mehrere (Bitte nicht mehr als 4 😉 ) der 9 Kategorien “abstoßt“ beziehungsweise nicht beachtet, um umso stärker in den verbliebenden anderen Kategorien zu sein. Beachtlich ist der Wertgewinn beziehungsweise Wertverlust der mit Spielern für euer Team einhergeht, wenn ihr bestimmte Kategorien ignoriert (ein weiterer Grund warum Ranglisten nutzlos sind). Veranschaulichen wir das mal an dem wohl beliebtesten Punt. Dem FT% – Punt: Ignoriert man die FT% für sein Team, so wird ein DeAndre Jordan ein Top 5 Spieler (Die letzten 3 Jahre) für dein Team. Das soll auf keinen Fall bedeuten, dass man ihn an dieser Stelle ziehen soll, sondern verdeutlichen wie sich der Wert der Spieler für dein Team verändern kann. Nun ist aber halt nicht alles Gold was glänzt und viele machen bei einem Punt den Fehler, dass sie sich auf Spieler konzentrieren die eben schlecht in FT% sind und dadurch für das FT%-Punt Team wertvoller werden. Naja die Kombination Andre Drummond, DeAndre Jordan, Dwight Howard klingt zwar zunächst nicht schlecht, aber eine Liga gewinnt man damit nicht. Wie geht man also erfolgreich vor?? Man muss zunächst die Kategorien stärken, die nicht automatisch mit Leuten wie Howard bzw. den meisten Centern gestärkt werden. Beispielsweise die 3er und Assists, sodass jemand wie Stephen Curry ein idealer Punt FT% Spieler wäre (Ich gebe zu er ist ideal für jeden Punt, aber für den Punt FT% ganz speziell weil er mit seinen 4/5 Dreiern pro Spiel dein Team dort stärkt wo es Schwächen aufweisen könnte). Ja ich weiß seine 90 FT% sind damit futsch, aber die sollen dich ja auch nicht mehr interessieren. Wie schon oben erwähnt ist es auch oft notwendig mehr als nur eine Kategorie zu ignorieren, was zu vielen Kombinationsmöglichkeiten führt, wobei oft das Punten einer Kategorie dazu führt, dass man automatisch eine dazu korrelierende auch ignoriert ganz einfach aufgrund der Eigenschaften der Spieler. Dass ist am besten wieder an Hand des oberen Beispiels erklärt. Ignoriert man FT%, so ist das Team meistens sehr tief auf den Center und Frontcourt Positionen. Nun diese Spielertypen sind häufig schlecht in den Kategorien 3er und Assists, öfter auch Punkte (Naja wenn man 33% aus einer Entfernung von 4,2m wirft, sollte man es bei 7,2m auch gar nicht erst versuchen. Stimmt‘s Andre?). Auf dieser Grundlage kann man sich dazu entschließen eben eine dieser 2ten Kategorien auch zu ignorieren, was aber des Öfteren auch gezwungener Maßen während eines Draft passieren kann. Abschließend ist noch wichtig zu sagen, dass man das punten üben sollte, indem man beispielsweise Mock Drafts auf Yahoo macht oder Luis dabei zusieht wie er einen macht (Hier Mock Draft von Luis FG% und TO Punt). Außerdem sollte man nie fest von Anfang an eine einzelne Punt Startegie im Kopf haben, sondern sich erst nach seinen 1st-Runden Pick richten.

Ich hoffe ich konnte euch helfen und mach mir jetzt nochmal eine Kanne Tee (Mitleid erwünscht).

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